![]()
Der Übergang zur Grundschule
Das letzte Jahr im Kindergarten
Die Kinder stellen sich bereits im letzten Kindergartenjahr darauf ein kein Kindergartenkind mehr zu sein, sondern ein richtiges Schulkind zu werden. Die meisten Kinder erleben dies verbunden mit positiven Gefühlen, sie freuen sich auf die Schule. Sie sind neugierig und aufgeschlossen. Nur wenige Kinder empfinden keine Vorfreude. Die meisten Kinder haben nur vage Vorstellungen von der Schule, von dem was sie dort erwartet. Ausgenommen sind die Kinder, die bereits schulpflichtige Geschwisterkinder haben. Die Kinder müssen einen Rollenwandel verbunden mit einem Identitätswandel vollziehen.
Dies wird unterstützt durch äußere Veränderungen. Es vollziehen sich in dieser Zeit auch erhebliche körperliche Veränderungen vom Kleinkind zum Schulkind. Wackelzähne sind für viele Kinder sichtbare Zeugnisse für diesen Wandel. Im Kindergarten wird ihnen meistens als so genannte „Maxis“ oder „Große“ besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Sie haben andere Aufgaben, Pflichten und Verantwortungsbereiche als die jüngeren Kinder.
![]()
Rituale verbunden mit der Einschulung helfen den Kindern ihre Rollen als Schulkind zu finden. Dazu gehören auch der Kauf von Schulranzen durch bestimmte Personen (in einigen Familien z.B. durch Paten oder Großeltern z.B. zu Ostern), Basteln von Schultüten und die Verabschiedung vom Kindergarten.
Von besonderer Bedeutung ist auch der erste Schultag selbst. Dieser wird wenn er als positives Ereignis vom Kind erlebt wird ebenfalls zum Gelingen eines Übergangs beitragen. Da Schulkind sein in jedem Fall mit einem Statuszuwachs verbunden ist und die Kinder mit Stolz erfüllt, wachsen die meisten Kinder schnell in diese Rolle hinein. Intensiv erlebte Freude, Enttäuschung und Angst - besonders unmittelbar vor und nach dem Schuleintritt- sind etwas völlig normales. Solche Gefühle gehören zu jedem Übergang und jeder Art von Neuanfang.

















